Landwirtschaft

Die Landwirtschaft ist das Kerngeschäft des Hofes. Der rund 12 ha umfassende Betrieb wird nach den Richtlinien von Bio Suisse geführt. Die Lage und Topografie bedingen eine extensive Grasland - Bewirtschaftung mit hohem ökologischen Stellenwert. Für mich ist Biodiversität nicht nur ein Modewort, hier auf dem Hof «steckt drin, was drauf steht».  Ich halte Tiergattungen, die zu der extensiven Bewirtschaftungsform des Betriebes passen. So sind neben der genügsamen Zweinutzungsrasse ‘Original Braunvieh’ vor allem Gattungen aus dem Katalog von ProSpecieRara anzutreffen. Der Entscheid, diese – weniger rentablen – Ursprungsrassen zu halten entstand durch den Wunsch, Genreserven alter Rassen zu fördern, um die Biodiversitätsmöglichkeit in ihrer Basis zu unterstützen. Ebenfalls eignen sich ursprüngliche Rassen in extensiven Betrieben besser, da sie genügsamer und widerstandsfähiger sind und mit dem Klima und Weideangebot sehr gut zurechtkommen. Die Ziegen helfen auch mit Wonne, der Verbuschung entgegen zu wirken. So versuche ich, mit der Vielfalt und Auswahl der Rassen die Biodivdersität im Alltag umzusetzen und zu unterstützen.

 

Die Kühe verbringen den Sommer auf der zu Schiers gehörenden Alp Drusa. Die Ziegen und Schafe beweiden meine steileren Weiden. In den Sommermonaten sind Masttruten und Weidegänse noch bei mir auf dem Hof anzutreffen. Die Truten und Gänse geniessen den täglichen Auslauf auf die Weiden.

 

 Die extensiven Wiesen und Hecken beheimaten viele Insekten, Amphibien und Kleinlebewesen, die zum ökologischen Gleichgewicht beitragen. Die Wildfrüchte, Wildpflanzen, Blüten, Kräuter bieten uns einen grossen Fundus an Rohstoffen für feine Hofprodukte.

 

Im Herbst 2023 konnten erstmals Safranblüten geerntet werden. Die edle Pflanze gedeiht hier auf 1200 m Höhe sehr gut. Es ist jedoch noch ein Projekt, herauszufinden wie die wertvollen Knollen vor den Mäusen geschützt werden können.